Zollstrasse Zürich

131003 zoll ost

Zollstrasse Ost Bereich Wohnen, Zürich

in Zusammenarbeit mit Atelier Bow-Wow, Tokyo

Standort: Zollstrasse Ost Zürich, Bereich Wohnen
Bauaufgabe: Neubau Wohn-und Gewerbehäuser
Projektstand: Wettbewerb 2013
Raumprogramm: Erdgeschoss Gewerbeflächen, Obergeschosse mit Wohnungen
Bauherrschaft: SBB vertreten durch SBB Immobilien, Development Region Ost
Fachplaner: Synaxis AG, TGS Bauökonemen AG, R+B AG, Hobler Engineering AG, Gartenmann Engineering AG, Bardack Planungsbüro, edelmann energie

Mitarbeit: Adrian Berger, Erika Fries, Lukas Huggenberger, Nicolàs Pirovino, Pierre Schild, Caroline Oehler, Anna Philippsen

situation
131003 zoll west
regelgeschoss
1.og
eg
ansicht sued
laengsschnitt a

Zollstrasse Ost Bereich Wohnen, Zürich

in Zusammenarbeit mit Atelier Bow-Wow, Tokyo

Die Gebäude verbinden sich über einen Sockel, welche alle Baukörper zu einem Kontinuum zusammenführt. Darauf bauen Volumen auf, welche in ihrer Massstäblichkeit einen Bezug zum Kontext herstellen. Der zweigeschossige Sockel definiert den städtischen Raum. Die rhythmisierte Struktur nimmt die Arkaden, die Laden- und Atelierflächen sowie die anderen publikumsorientierten Nutzungen auf. Das 1. Obergeschoss ist Teil des Sockels und hat spezielle Wohnungstypologien wie die Atelierwohnungen. Die Volumen über dem verbindenden Sockel sind Punktbauten mit einem zentralen Treppenhaus. Alle Wohnungen haben einen Bezug zum weiten Gleisfeld im Süden. Die gezackten Balkone und Erker prägen den Charakter der Baukörper. Die Wohnungen weisen sehr unterschiedliche Typologien auf. So wird gewährleistet, dass eine gute Durchmischung der Bewohnerschaft erreicht wird. Die vier Gebäude sind architektonisch verwandt, unterscheiden sich aber sowohl in der Gestaltung wie auch in der Typologie der Grundrisse. Gemeinsam sind die stehenden Fensterformate, welche dem Wohnen auf den Freiraum der Geleise eine grosse Qualität sind. Gemeinsam ist auch die Verkleidung der Fassaden in Keramik, welche eine Verwandtschaft mit den klinkerverkleideten Gründerzeithäusern im vorderen Kreis 5 herstellen. Unterscheiden tun sich die Gebäude in der Grundrissentwicklung, in den Proportionen der Fassaden, in der Detaillierung und der Fügung der Fassade. So entsteht eine Vielfalt, die mit gründerzeitlichen Strassenzügen vergleichbar ist, wo sich Konsens und Differenz eine feine Waage halten. Die Fassaden sind im Sockel geprägt von einer regelmässigen Struktur in gestockten Betonelementen und Füllungen in Glas. Die Fassaden der Volumen auf dem verbindenden Sockel in glasierten keramischen Platten wandeln sich mit den Licht- und Wetterstimmungen. Zusammen mit dem Gleisfeld entsteht so ein vielschichtiges und reiches Lichtspiel.