Kinderspital Zürich

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Kinderspital Zürich

Zusammenarbeit mit horisberger wagen architekten gmbh

Standort:  Balgrist Zürich
Bauaufgabe:  Neubau Kinderspital + Erweiterungskonzept
Projektstand:  Wettbewerb 1. Stufe, 2011
Raumprogramm:  Untersuchungs- und Behandlungsräume, Therapieräume, Operationsbereich, 4 Bettenstationen + 2 Intensivpflegestationen, Publikumsbereiche, Labors, Forschungs- und Weiterbildungsräume, Administration, Tiefgarage
Bauherrschaft:  Kinderspital Zürich - Eleonorenstiftung
Bauingenieur:  Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich
Landschaftsarchitektur:  Raymond Vogel Landschaften, Zürich
Spitalplaner:  Institut für Beratungen im Gesundheitswesen, Aarau


Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas HuggenbergerPierre Schild, Beata Kunert,  Mario Sommer

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Kinderspital Zürich


Zusammenarbeit mit horisberger wagen architekten gmbh


Die vorgeschlagene städtebauliche Konzeption stärkt die stadt- und landschaftsräumliche Struktur. Das Forschungs- und Verwaltungsgebäude auf dem Areal Nord ergänzt die Stadtkante und artikuliert den Austritt in den Landschaftsraum. Die Sicht auf die Albiskette, den See, die Berge und den Burghölzlihügel wird freigehalten. Die klare Formulierung der Stadtkante stärkt das Konzept des Areals Süd. Der Hauptbau des Kinderspitals wird als freigestellter Solitär im Landschaftsraum verstanden. So wird die städtebauliche Tradition der Anlage im Grünen, welche mit der PUK ihren Anfang nahm, weitergeführt ohne diese zu imitieren. Das raumgreifende Gebäude legt sich flach in die Topografie. Das drei- bis viergeschossige Volumen dockt sich mit einem Arm an der Lenggstrasse an. Die restlichen vier Arme greifen frei in den Landschaftsraum. Das Volumen ist geprägt von den sternförmig ausgreifenden Gebäudeteilen. Diese Anordnung ermöglicht ein Maximum an Abwicklung für gut belichtete Räume an der Fassade bei gleichzeitig kompaktem Gebäudekörper. Die fünf Flügel des Kinderspitals entwickeln sich aus einem Zentrum heraus. In der Mitte des Gebäudes ist die öffentliche Vertikalerschliessung angeordnet. Alle öffentlichen Funktionsbereiche auf den Geschossen sind direkt aus dem zentralen Treppenkern erschlossen. So kann die optimale Auffindbarkeit gewährleistet werden. Jeder Finger hat einen grosszügigen Hof, welcher die innenliegenden Funktionsräume und die Erschliessung belichtet. Der grösste Innenhof im Südwestflügel bildet das Zentrum der Stationen. Der etwas zurückgezogene Eingang zu den Patientenzimmern ist vollständig verglast und kann tagsüber komplett geöffnet werden. Entlang der Fassade ist ein Loungebereich angeordnet. Dieser dient am Tag als Sitzbereich für die Patienten oder Besucher. In der Nacht kann dieser Loungebereich als Schlafgelegenheit für Angehörige genutzt werden. Mit diesem fest installierten Möbel kann auch dem Eindruck des halb leeren Zimmers bei Einzelbelegung des Doppelzimmers entgegengewirkt werden.