Klinik Königsfelden

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Grund-stein-legung

Erweiterung und Sanierung Klinik Königsfelden, Windisch


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Standort: Königsfelden, Windisch
Bauaufgabe: Erweiterung und Sanierung Psychiatrische Klinik
Projektstand: Projektwettbewerb 2014, 1. Preis, Planung und Ausführung 2014-2020
Raumprogramm: 10 Stationen à 12 Doppelzimmer, Empang & Lobby, Aufnahme- und Therapieräume, Büros, Sanierung denkmalgeschütztes Hauptgebäude
Bauherrschaft: PDAG, Psychiatrische Dienste Aargau AG
Bauherrenberatung: Stokar+Partner AG, Basel
Kostenplanung: TGS Bauökonomen AG, Luzern
Landschaftsarchitektur: koepflipartner Landschaftsarchitekten BSLA, Luzern
Bauingenieur: ZPF Ingenieure AG, Basel
HLKKS: Hans Abicht AG, Zürich
Elektro: Beratende Ingenieure Scherler AG, Zürich
Bauphysik: Gartenmann Engineering AG, Zürich
Brandschutz: Balzer Ingenieure, 
Geologie & Altlasten: Jäckli Geologie, Baden
Schadstoffanalysen: Holinger AG, Dättwil
Restaurator: Stöckli AG, Stans
Gebäudeaufnahmen: ING+ AG, Winterthur
Farbberatung: Ligno in-Raum AG, Emmen
Lichtplanung: Reflexion AG, Zürich
Baukosten: 92.8 Mio Fr.


Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Carlo Zürcher (Projekmanagement Ausführung), Corinne Schöni (Projektleitung Neubau),  Lucia MiglioCaroline Oehler, Fabio RotaPierre Schild, Daniela ZiltenerJessica KeuerleberMarin Wiskeman,Can Asiroglu, Bo Cheng, Brigitte Clements, Paolo Giannachi, Alexia Cornut-Laffitte, Noemi Kuonen,Isabelle Maassen (Vorprojekt Hauptgebäude), Christian Neuhaus, Brigitte Odermatt, Anna Phillipsen, Patric Zumbach

Publikationen:
* Ergänzungstrakt mit Höfen, In: baublatt Nr.5 2016
* Zwischen Symmetrie und Asymmetrie, In: hochparterre, Wettbewerbe 2014

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koen 12 eingangshof
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koen 14 innenhof
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Sanierung und Erweiterung Klinik Königsfelden, Windisch

Der Park der Klinik Königsfelden erstreckt sich über das Plateau der ehemaligen römischen Contubernia Vindonissa. Der Ort ist dank dem Königsfelder-Park und der Aussicht trotz seiner Lage inmitten des Siedlungsgebietes geprägt von den landschaftlichen Qualitäten und der Vegetation. Das alte Hauptgebäude der Klinik schreibt sich als grossmassstäbliche Anlage mit einer Art Cour d’honneur in diesen Kontext ein. Der Neubau bildet ein Gegenüber des Hauptgebäudes und fasst den Cour d’honneur zur Nordseite hin. Der Hofraum wird als gefasster, öffentlicher Raum Teil der Parkanlage. Die zentrale Achse durch das Hauptgebäude wird mit dem Neubau gestärkt und mit der neuen Adresse auf der Nordseite ergänzt. So wird das Ensemble mit dem Hauptgebäude und dem Neubau an der neuen Hauptachse des Klinikareals angebunden und ins Gesamtsystem integriert.

Im äusseren Ausdruck wird das Spannungsverhältnis zwischen der Eigenständigkeit der beiden Häuser und der Einheit gesucht. Die Fassaden des Neubaus unterstützen mit eigenen Mitteln die Kontinuität des Ensembles. Die Fassadenkonstruktion mit Einsteinmauerwerk suggeriert analog dem Hauptgebäude einen schützenden Mantel für die Psychiatrienutzung. Mit der verputzten Fassade nimmt der Neubau Elemente des Hauptgebäudes auf, das Putzrelief um die Fenster und die verschiedenen Putzflächen interpretieren die architektonische Sprache des Bestandes auf zeitgenössischen Weise und generieren eine ähnliche Detaildichte wie das klassische Repertoire des Altbaus. Die mit Metallzargen eingefassten Fenster schneiden sich scharf aus der profilierten Wand heraus und unterstreichen die plastische Wirkung der Fassade.

Die Setzung des Neubaus stärkt die axiale Beziehung zum Bestand mit dem Eingangshof, der Eingangshalle und der Cafeteria zum Hof. Das Gebäude richtet sich mit dem Eingang und mit der volumetrischen Staffelung im obersten Geschoss zu den anderen Bauten der Klinik aus. So entsteht ein feines Spiel zwischen der Symmetrie des Altbaus und der asymmetrischen Ausrichtung zum übrigen Kontext.