Gleisbogen Zürich-West, Passerelle

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Gleisbogen Zürich-West, Passarelle


Standort: Industriequartier, Kreis 5, Zürich
Bauaufgabe: Gestaltungskonzept öffentlicher Raum zur Identitätsstiftung im Quartier
Projektstand: Wettbewerbsprojekt 2002, 1. Preis, Ausführung 2004-20
Raumprogramm: Flanier- und Freizeitmeile mit öffentlichen Nutzungen, Fussgängerüberführung
Bauherrschaft: Amt für Städtebau Stadt Zürich (Wettbewerb), Grün Stadt Zürich (Gesamtprojekt Gleisbogenpark), Tiefbauamt Stadt Zürich (Teilprojekt Passerelle)
Gesamtleitung Gleisbogenpark + Landschaftsarchitektur: Hager Partner AG, Zürich
Bauingenieur: Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich
Controlling: Bänziger Partner AG (Aldo Bacchetta)
Tiefbau: Ingenieurbüro Heierli AG
Lichtgestaltung: d-lite lichtdesign grünhage+ziegler, Zürich
Künstler: Beat Zoderer
Botanikerin: Dr. Kathrin König Urmi
Baukosten: 5.5 Mio Fr. (Teilprojekt Passerelle)
Fotografie: Beat Bühler, Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Nicolàs Pirovino, Peter Reichenbach, Vedran Brasnic, Claudia Ledermann, Agnes Lörincz, Sandra Sands


Auszeichnungen:
*   Prix Acier 2011 (Anerkennung), Flâneur d'Or 2011


Publikationen:
*   Rückeroberung, Auszeichnungen in Zürich, In: Hochparterre, Beilage Preisträger Flâneur d'Or, 12/2011
*   Roter Faden, Grünweg oder Wegpark, In: NZZ, Zürich und Region, Nr. 18, 23. Januar 2010

 

 

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Gleisbogen Zürich-West, Passarelle

Der Gleisbogen bildet das Rückgrat für die Entwicklung auf den angrenzenden Arealen. Der Bogen, als Bewegungsraum deklariert, erhält eine klare gestalterische Prägung durch ein Band aus roten Betonplatten, welche in die bestehenden Gleise gelegt sind. Das Band wird begleitet von einer Ginkgo- Baumreihe. Der Weg beginnt am Escher Wyss Platz und führt bis ins Maag Areal.
Strategischer Kern des Projektes ist die Spielanleitung, für den Transformationsprozess des öffentlichen Raumes inklusive den angrenzenden Arealen. Bewusst wird das Nichtvorhersehbare in einem Entwicklungsszenario und nicht in einer finalen Setzung vorgeschlagen. Die Spielanleitung sieht vor, dass neben dem Gleisbogen (Basic Kit) ein Baukasten für Zwischennutzungsareale (Action Tool) und ein anderer Baukasten für final gestaltete Areale (Park Tools) zur Verfügung stehen. Die Stärke dieses Konzeptes liegt darin, dass für die jahrelange Umsetzungsphase dem Freiraummanagement ein Handbuch als Koordinationsinstrument geliefert wird. Der Erholungsraum soll von der Stimmung des Industriequartiers zehren, ohne diese zu glorifizieren. Die Fussgängerbrücke über die neue Pfingstweidstrasse reiht sich in dieses Konzept ein und verknüpft den öffentlichen Raum zu einem roten Faden. Die Form der Brücke ist aus den geometrischen Bedingungen des Ortes entwickelt. Die langgezogenen Seitenrampen führen parallel zum verbleibenden Industriegeleise auf die Bogenbrücke. Diese überspannt die Pfingstweidstrasse senkrecht und gleichzeitig diagonal das Geleise. Treppenanlagen führen direkt von der Pfingstweidstrasse auf die Bogenbrücke. Der rote Faden der Betonplatten wird auf der Innenseite der Brüstungen und auf der Unterseite der Brücke als „roter Bauch" weitergeführt.
Der Bogen bildet auf der Pfingstweidstrasse eine Torsituation ins Industriequartier. Der Gleisbogen wird so zur Adresse von Zürich-West.