Neugestaltung Bahnhofstrasse, Zürich

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Neugestaltung Bahnhofstrasse, Zürich


Standort:  Bahnhofstrasse, Zürich
Bauaufgabe:  Gestaltungskonzept Sanierung Bahnhofstrasse
Projektstand:  Realisierung 2013
Raumprogramm:  Neugestaltung der Oberflächen, Stadtmöblierung, Beleuchtung
Bauherrschaft:  Tiefbauamt der Stadt Zürich
Bauingenieur:  Ingenieurbureau Heierli AG
Fotografie: Beat Bühler, Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Nicolás Pirovino, Sarah Pretz, Beata Kunert


Publikationen:
Leer gefegt, In: Hochparterre 1-2/2015

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Neugestaltung Bahnhofstrasse, Zürich


Die Bahnhofstrasse in Zürich ist eine der wichtigsten Einkaufsmeilen Europas. Sie erstreckt sich vom Hauptbahnhof zum See und wird trotz ihrer unregelmässigen Geometrie als Hauptachse wahrgenommen. Der Bodenbelag wird ohne Segmentierung von Fassade zu Fassade durchgezogen um einen grosszügigen Strassenraum zum Flanieren und Einkaufen zu schaffen. Er wird einzig unterbrochen durch die feine Linie des Wassersteines, welcher die Fahrbahn der Trams markiert und die Länge und Geometrie der Bahnhofstrasse nachzeichnet. Der Charakter der Strasse ist geprägt von der Allee aus Linden. Die Bäume haben sehr unterschiedliche Grössen und ihre Position ist nicht regelmässig. Diese Perlenkette der Baumreihe ist prägend für die Neugestaltung der Bahnhofstrasse. Das prägende Gestaltungselement wird die neue Baumscheibe welche auf die Grösse des Baumes reagiert. Mit dieser Baumscheibe können bestehende und neue Bäume mit dem gleichen Prinzip gelöst werden. Es entsteht das gleiche Spiel der Perlenkette auch aus der Fussgängerperspektive. Die Baumscheiben haben eine brillante Oberfläche und betonen die Noblesse der Bahnhofstrasse. Die Bahnhofstrasse ist eine Bühne des sehen und gesehen werden. Die Gruppen der quer gestellten Sitzbänke mit der neuen Beleuchtung inszenieren diesen Charakter. Einerseits werden die Personen auf den Bänken zu Beobachteten andererseits können sie selber entgegenkommende schon von weitem Beobachten. Zusätzlich bilden diese Elemente auch noch den Schutz der Boutiquen von Rammbockeinbrüchen. Mit der Bahnhofstrasse werden verschiedene Platznischen und angrenzende öffentliche Räume aufgewertet, wie die Kurt Guggenheim Anlage, welche am oberen Ende den Abschluss der Bahnhofstrasse bildet.
Mit der neuen grosszügigen Gestaltung vom Bahnhof bis zum Bürkliplatz erhält die Bahnhofstrasse einen ihrer Bedeutung entsprechenden Ausdruck, welcher aber auch auf die spezifischen und historischen Unregelmässigkeiten reagiert.