Baufeld B, Europaallee Zürich

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Baufeld B, Europaallee Zürich


Standort:  Baufeld B, Europaallee Zürich
Bauaufgabe:  Neubau Gewerbe- und Büroräume
Projektstand:  Wettbewerb 2011
Raumprogramm:  Detailhandel, Gastronomie, Dienstelistungen (Büros)
Bauherrschaft:  SBB, SBB Immobilien, Developement Zürich City
Bauingenieur:  Synaxis AG

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas HuggenbergerPierre Schild, Paul Schleith

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baubsituationsplan
bauberdgeschoss
baubschnitt
baubregelgeschoss

Baufeld B, Europaallee Zürich


Zum Auftakt in die Europaallee und im Übergang zum Bahnhofsgelände wird ein Gebäude mit ikonografischer Kraft gesetzt. Ein hohes Bogengewölbe hebt einen fünfgeschossigen Oberbau mit einer markanten Auskragung über die Baumkronen der Ginkgoallee und vermittelt zwischen dem Corbusier-Platz und den Bahnhofperrons.
Das markante Gewölbe schafft einen Raum, der zwischen Bahnhof und Europaallee vermittelt. Es entsteht ein unverkennbarer Ort und eine Adresse des Bahnhofes bei der Unterführung Sihlquai - Passage. Die Bogenkonstruktion des Hauses ist fast zur Hälfte ein offener Hallenraum. Die mit zwei raumhaltigen Stützen getragenen Bögen schaffen eine Transparenz durch die Bahnhofshalle und über die Gleisfelder. Aus der Fussgängerperspektive vom Sihlraum her zeigt sich das Gebäude expressiv. Einerseits wirkt die starke Bogenstruktur des Gebäudesockels auf den öffentlichen Raum. Andererseits wird die Dachkante über die Auskragung gebrochen und generiert so eine bewegte Dachkante. Vom Gleisfeld und insbesondere aus der Stadtansicht ordnet sich in die Gesamtsilhouette der Europaallee ein.
Das Haus wird über einen repräsentativen Haupteingang mit einer attraktiven Eingangslobby von der Europaallee her erschlossen. Im Bogengewölbe entsteht ein Grand Café das bis unter die Bögen führt. Die gedeckte und gut besonnte Gewölbehalle kann vom Cafe oder Restaurant bespielt werden. Der Oberbau ist gegliedert in einen Kernbereich mit Liften sowie fünf Treppenhäusern und in eine umlaufende Schicht, die auf ein Raster von 1.35 Meter aufbaut. Die Raumtiefe ermöglicht sowohl kleine, gut möblierbare Büroeinheiten im Doppelraster als auch Grossraumbüros. Der Kernbereich wird durch Lichthöfe illuminiert.
Die formale Kraft der Bogengewölbe steht in der Tradition moderner Vorbilder der Ingenieurskunst und Architektur wie Robert Maillart und Le Corbusier, der dem angrenzenden Platz seinen Nahmen gibt. Die Bögen werden monolithisch in Sichtbeton ausgebildet. Sie sind statisch wirksam und ermöglichen so frei einteilbare Dienstleistungsgeschosse.