Gerichtsplatz-Areal, Uster

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Gerichtsplatz-Areal, Uster


Standort:  Gerichtsplatz-Areal, Uster
Bauaufgabe:  Städtebauliche Leitbildplanung Gerichtsplatz-Areal Uster
Projektstand:  Leitbildplanung 2015, Gestaltungsplan 2016, öffentliche Auflage 2017
Raumprogramm:  Erweiterung Gericht, neuer Gerichtsplatz, Wohnen, Büro, Dienstleistung, Retail, öffentliche Nutzungen
Grundeigentümer: BSS&M Real Estate AG, Zürich, Stadt Uster, Kanton Zürich vertreten durch Baudirektion

Projektverfasser privater Gestaltungsplan:
huggenbergerfries Architekten AG, Zürich
Studio Vulkan Landschaftsarchitektur GmbH, Zürich
Sieber Cassina + Partner AG, Zürich
stadt raum verkehr - Birchler+Wicki, Zürich
Odinga Picenoni Hagen AG, Uster

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Caroline OehlerPierre Schild, Noemi Kuonen

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Gerichtsplatz-Areal, Uster

 

Mit der städtebaulichen Entwicklung der letzten Jahre wurde das Zentrum von Uster um den Bahnhof kontinuierlich verdichtet. Der Gerichtsplatz soll diese Entwicklung weiterführen und mit einem öffentlichen Raum die Identität von Uster als Regionales Zentrum stärken. Das Kapital des Perimeters sind die Massstabsprünge und die gewachsenen Wege. Die Winterthurerstrasse ist eine wichtige Zufahrtsstrasse, welche von Illnau über Gutenswil nach Uster führt. Diese Diagonale wird geometrisch erhalten und am Gerichtsgebäude vorbei in den Gerichtsplatz geführt. Mit der historischen Achse erhält das Ensemble einen unverkennbaren Charakter. Den räumlichen Querbezügen im Quartier bekommen grosse Bedeutung. Es werden alle wesentlichen Wegverbindungen im Gerichtsplatz zusammenführen. Eine präzise Raumöffnung über die Zürcherstrasse hin zum Stadtpark bindet den Platz an die Hauptverkehrsachse. Das Gerichtsgebäude von Henauer-Witschi wird in seiner Ausstrahlung gestärkt. Zum Platz hin wird das historisierende Baudenkmal mit einer Erweiterung ergänzt. Diese formuliert zusammen mit den zwei seitlichen Gebäuden den orthogonal geschnittenen Gerichtsplatz. Die östlichen Baufelder schliessen die Überbauung Illuster mit einem höheren und einem platzbegleitenden Volumen ab. Die westlichen Parzellen bilden mit einem Konglomerat aus drei Hochbauten, welche aus einem Sockel wachsen, den Abschluss des Zentrums. Die drei höheren Bauten schaffen spannungsvolle Bezüge und machen die historischen Achsen auch aus grösserer Distanz erlebbar. Durch die klare räumliche Fassung des Gerichtsplatzes, die starke Verwebung mit den umliegenden Strassen und die Bespielung der Erdgeschosse mit publikumswirksamen Nutzungen entsteht ein einmaliges ‚,Stadtgefühl‘‘. Unterstützt wird dies durch die einfache, fast exemplarische Ausgestaltung des Platzes mit einer klar gefassten Belagsintarsie, einem hoch aufgeasteten Baumdach mit Kiesbelag als Entrée zur Zürichstrasse und einem grosszügigen Wasserspiel.