Planungworkshop Mitte, Potsdam

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Planungsworkshop Mitte, Potsdam


Zusammenarbeit mit Hager Partner AG


Standort:  ehemaliger Schlossstandort, Potsdam, Deutschland
Bauaufgabe:  Planungworkshop als Grundlage für den Gestaltplan des zukünftigen Regierungsviertels
Projektstand:  Planungsworkshop 2005-06
Raumprogramm:  Brandenburgischer Landtag, Wohnen, Büros, Landesbibliothek, öffentliche Räume
Bauherrschaft:  Stadt Potsdam

Mitarbeit: Adrian BergerLukas HuggenbergerLena Bertozzi

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Planungsworkshop Mitte, Potsdam


Zusammenarbeit mit Hager Landschaftsarchitektur AG


Mit dem politischen Beschluss das Stadtschloss wieder aufzubauen, muss die Mitte von Potsdam städtebaulich neu definiert werden. In einem internationalen Workshopverfahren werden Antworten auf dieses komplexe Problem gesucht.

Die Struktur Potsdams ist geprägt durch zwei konträre Bebauungsmuster. Der historische Kern ist geprägt von sehr dichter Blockrandbebauung mit Hofeinbauten, die Stadterweiterung aus dem 20. Jahrhundert ist eine offene Zeilenstruktur. Die Podsdammer Mitte befindet sich an der Schnittstelle dieser städtebaulichen Muster. Durch die weitläufige und stadträumlich ungefasste Situation wird die Mitte heute als Bruch erlebt. Mit dem neuen Landtag im wieder aufgebauten Schloss, bietet sich die einmalige Gelegenheit, die Mitte als verbindendes Element zu etablieren. Das neue Quartier soll die Qualitäten der beiden Muster verbinden. Die klare Struktur und städtische Dichte der Blockrandbebauung und die grosszügigen öffentlichen Räume und Durchblicke der Zeilenstruktur. Der Alte Markt wird als Neue Mitte definiert. Die neue zentrale Platzgruppe wird als Drehscheibe verstanden für die umliegenden Gebäude und die angrenzenden öffentlichen Räume. Die drei Kuppeln umstellen den Platz in einer nach oben drehenden Spirale. Die vier repräsentativen Fassaden der historischen Fragmente ergänzen dieses Beziehungsgeflecht. Durch die Platznischen werden die angrenzenden Parkräume mit der neuen Mitte verbunden.

Die historischen Zeugen werden mit einer fragmentarischen Wiederherstellung in Erinnerung gehalten. Dabei soll nicht auf einen beliebig festgelegten Zeitschnitt zurückgegriffen werden, sondern eine Strategie der guten Erinnerung angewendet werden. Dies soll gewährleisten, dass verschiedene Epochen in der Stadtstruktur vertreten sind und zu einem neuen Ganzen zusammengeführt werden. Damit kann die Reichhaltigkeit und Komplexität der geschichtlichen Entwicklung abgebildet werden.