Testplanung Erweiterung Kunsthaus Zürich

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Testplanung Erweiterung Kunsthaus Zürich


Standort:  Heimplatz, Zürich
Bauaufgabe:  Erweiterung Kunsthaus Zürich
Projektstand:  Abgeschlossene Testplanung, 2006
Raumprogramm:  Sammlungsmuseum, ca. 16‘500 m2
Bauherrschaft:  Kunsthausverein & Stadt Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerLukas HuggenbergerPierre Schild, Nicoals Pirovino

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kuhatestplanvarianten
kuhatestplangrundriss
kuhatestplanschnitt

Testplanung Erweiterung Kunsthaus Zürich


Das Kunsthaus und der Heimplatz liegen an der Kultur- und Bildungsmeile von General-GuisanQuai und Rämistrasse. Der Heimplatz ist neben dem Bellevue der wichtigste Knotenpunkt entlang dieser städtebaulichen Achse. Er schliesst als städtischer Raum den parkartigen Grünraum des Hochschulquartieres ab und verbindet den oberen stark durchgrünten Abschnitt der Rämistrasse mit dem unteren städtischen Teil. Sowohl die wichtigsten öffentlichen Plätze wie auch die städtischen Grünräume lagern sich in regelmässigen Abständen an die Kultur- und Bildungsmeile an. Die Bedeutung des Heimplatzes als eine Art Stadttor an der Position der alten Schanze wird durch die topographische Situation der Hangkanten unterstützt. Die Gartenanlage des alten Schulhauses Rämibühl ist heute von der Rämistrasse her nicht zugänglich und kann seine Funktion als öffentliche Grünanlage dadurch nicht erfüllen. Ebenso ist der Heimplatz durch seine fehlende Fassung nicht als wichtiger Stadtraum zu erkennen.
Die Setzung des Erweiterungsbaus soll die Qualitäten des Ortes stärken. Der Grünraum mit der Freitreppe zum alten Rämibühlschulhaus soll öffentlich erlebbar gemacht werden. Dieser Grünraum ist aus städtebaulicher Sicht und als Teil der Architektur des Schulhauses ein wichtiges Element. Ebenso hat er als möglicher Skulpturengarten für das Museum ein grosses Potential. Der Abstand und das Verhältnis des Neubaus zum alten Rämibühlschulhaus ist eine wichtige Frage, die ein Neubauprojekt klären muss. Dazu gehört auch die Frage des Unterbauens der Gartenanlage. Dies wird für den Charakter der Gartenanlage mit den hochstämmigen Bäumen als kritisch betrachtet. Eine klare Abgrenzung des urbanen Heimplatzes zur ruhigen Gartenanlage durch die Setzung des Neubaus soll die Situation klären.
Das neue Volumen steht als markante Setzung am Heimplatz. Die Höhe und Proportionierung des Volumens sucht das Gleichgewicht zwischen Objekt und städtebaulicher Einordnung.