Löwenstrasse Luzern

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Umbau Stadthaus Löwenstrasse, Luzern


Standort:  Löwenstrasse 12, Luzern
Bauaufgabe:  Umbau & Erweiterung denkmalgeschütztes Stadthaus
Projektstand:  Ausführung 2013-15
Raumprogramm:  23 Wohnungen, 2 Ladenlokale
Bauherrschaft:   privat
Baumanagement: kunzarchitekten ag, Sursee
Bauingenieur Massivbau: Schubiger AG Bauingenieure, Luzern 
Bauingenieur Holzsystembau: AG für Holzbauplanung, Rothenthurm 
Elektro: Robert Widmer AG, Luzern 
HLK: Paul Kunz, Adligenswil 
Sanitär: Aregger Partner AG, Luzern 
Bauphysik & Akustik: Pirmin Jung Büro für Bauphysik AG, Rain 
HLKS: Galatti AG, Luzern (Ausführung) 
Holzelementbau: Walter Küng AG, Alpnach Dorf (Ausführung)
Fotografie: Beat Bühler, Zürich und Kantonale Denkmalpflege Luzern (Theres Bütler)

Betreiber Apartments: Smart Apartments AG, Luzern

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas HuggenbergerMoritz Schwarz (Projektleitung), Carlo Zürcher Caroline Oehler,  Pierre Schild, Daniela ZiltenerMarc Landolt, Peter Blume, Sara Nigg, Suse Koch, Beata Kunert

 

Publikationen:
* Alt und Neu, In: Kanton Luzern Denkmalpflege & Archäologie Berichte 2016/9
* Dächer, Mehrfamilienhaus Luzern, In: Arch 2018/1

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Umbau Stadthaus Löwenstrasse, Luzern

 

Das 1873 im Stil der Neorenaissance erbaute Gebäude befindet sich inmitten des gründerzeitlichen Weyquartiers in Luzern, zwischen dem Löwendenkmal und dem Vierwaldstättersee. Das von einem englischen Investor als „Pension Felder“ gebaute Gebäude wurde in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege saniert und um eine neue Dachaufstockung ergänzt. Um möglichst viel wertvolle Substanz erhalten zu können wurde ein Konzept mit Business-Apartments entwickelt. Die Kleinteiligkeit dieser Nutzung schreibt sich in die bestehende Gebäudestruktur ein. Zudem sind bei hotelähnlichen Nutzungen die Schallschutzanforderungen bedeutend geringer. So können die Grundrissstruktur, die Fassade und die Konstruktion der Decken, inklusive den Stuckaturen sowie den originalen Parkettböden, erhalten bleiben. Die Dreiteilung des Gebäudes zur Löwenstrasse hin wird übernommen: Drei 1,5-Zimmer-Suiten ordnen sich pro Geschoss an der Hauptfassade an. Zwei weitere 1,5-Zimmer-Suiten richten sich zum Hof und zu den Seitenstrassen aus. Die Suiten zur Löwenstrasse sind mit einem Infrastrukturmöbel welches Bad und Küche enthält strukturiert. Entlang der Fensterfront wird zur Löwenstrasse hin ein grosszügiger Wohn-/Essbereich geschaffen. Der Schlafbereich befindet sich in einer vom Badmöbel ausgebildeten Nische. Bei den hofseitigen Suiten wird die Struktur der bestehenden Bäder und Küchen übernommen. Die Adresse des Gebäudes wird mit der Neugestaltung der Ladenfronten und der neuen Eingangshalle gestärkt. Die neue Aufstockung überspannt das bestehende, knapp 10 m tiefe, Gebäude frei. Durch Faltungen des Daches werden Charakteristika des bestehenden Gebäudes wie die Dreiteilung der Fassade aufgegriffen. Im Dachgeschoss sorgen dreieckige Oberlichter, welche bündig in die Dachhaut eingelassen werden, für die Belichtung. Auf Lukarnen, in das Dach eingeschnittene Löcher oder Auskragungen wird konsequent verzichtet. Dadurch wird die ursprünglich homogene Wirkung des Daches mit einem zeitgenössischen Element wieder hergestellt.