Schweizerisches Landesmuseum, Zürich

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Schweizerisches Landesmuseum, Zürich


Standort:  Museumsstrasse, Zürich
Bauaufgabe:  Umbau und Erweiterung
Projektstand:  Wettbewerb 2002, 4. Preis
Raumprogramm:  Museumsräume, Studiokino, Restaurant, Kongressräume, Büroräume, Lager, Werkstätten
Bauherrschaft:  Bundesamt für Bauten und Logistik
Landschaftsarchitektur:  Hager Partner AG, Zürich
Museumsorganisation:  Peter Jetzler, Direktor Hist. Museum Bern
Signaletik:  Atelier Bernet & Schönenberger, Zürich
Bauingenieur:  Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich
HLK:  Ernst Basler+Partner AG, Zürich
Denkmalpflege:  Rebekka Brandenberger, Basel

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Nicolàs Pirovino, Megumi Komura, Beat Loosli

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Schweizerisches Landesmuseum, Zürich


Der Platzspitz befindet sich ausserhalb der historischen Mauern der Stadt Zürich. Der Ort, wo der Stadtfluss Limmat und der Landfluss Sihl zusammentreffen, war schon immer ein wichtiges Naherholungsgebiet. Der Bahnhof und das Landesmuseum sind Solitärbauten, die nicht der städtebaulichen Geometrie des Limmatraumes folgen, sondern sich mit einer der Stadt zugewandten Eingangsfassade und einem grösseren Vorraum Prägnanz verschaffen.
Der Neubau ergänzt das bestehende Volumen zu einem neuen, kompakten Ganzen. Mit der Volumetrie des Neubaus wird das Thema des kompakten Ensembles von einzelnen Gebäudeteilen im Gullschen Bau aufgenommen und weiterentwickelt. Über die Rücksprünge in der Fassade wird das Volumen in kleinere Teile gegliedert. Das Material des Kalktuffgesteins hält das vielschichtige Ensemble zusammen und verleiht ihm eine grosse repräsentative Kraft. Die geschlossenen Felder geben dem Schweizerischen Landesmuseum mit ihrem veredelten, glitzernden Material einen unverwechselbaren Charakter. Die grosse Öffentlichkeit, die der Neubau auf dem der Limmat zugewandten Eingangsplatz entwickelt, bindet das Museum an die Stadt. Die Hinterseite des Bahnhofes erhält so eine Attraktivität, die den Platzspitz, aber auch den Kreis 5, besser an das Stadtzentrum anbindet. Alle Museumsteilbereiche sowie die anderen öffentlichen Bereiche werden direkt aus der Halle erschlossen. Diese wird zum Herzstück des Museums, in dem alle Aktivitäten von einem zentralen Ort erreicht werden können. Die Halle dient auch als architektonisches Vermittlungselement zwischen Altbau und Neubau. Der bestehende Turm wird über seine Präsenz in der Halle zum Zentrumsstein.
Die Erweiterung des Gullschen Märchenschlosses soll mit der gleichen malerischen Strategie erfolgen wie dies der Bestand vorlebt. Allerdings sollen damit die städtebaulichen, strukturellen und funktionalen Probleme gelöst werden und die öffentlichen Räume gestärkt werden.