Wohn- und Gewerbesiedlung Kalkbreite, Zürich

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Wohn- und Gewerbesiedlung Kalkbreite, Zürich


Standort:  Kalkbreitestrasse, Zürich
Bauaufgabe:  Neubau Wohn- und Gewerbesiedlung
Projektstand:  Wettbewerb 2009, 4. Rang
Raumprogramm:  75 Wohnungen + Gewerberäume
Bauherrschaft:  Genossenschaft Kalkbreite und Stadt Zürich
Bauingenieur:  dsp Ingenieure & Planer AG, Greifensee

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Tabitha Pirovino, Daniela Ziltener, Sarah Pretz, Lena Bertozzi, Vedran Brasnic

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roseschwarzplan
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roseschnitt

Wohn- und Gewerbesiedlung Kalkbreite, Zürich


Das Areal Kalkbreite ist geprägt von der urbanen Lage sowie dem bogenförmigen Bahneinschnitt. Der vorgeschlagene Baukörper vervollständigt das heterogene Stadtgewebe, indem er mit einer gestaffelten Volumetrie differenziert auf umgebenden Bauten reagiert. Der Raum um den Bahneinschnitt wird als wichtiger Landschaftsraum im Quartier gestärkt, indem der Baukörper an der Kalkbreitestrasse die niedrige Bebauungshöhe vom Tramdepot und Bahnhof aufnimmt.
Der gesamte Gebäudekörper wird gegen aussen einheitlich behandelt. Die Strassenfassaden lassen das Gebäude als massives urbanes Volumen in Erscheinung treten. Im Sockelbereich, wo das Gebäude an die Tramhalle stösst, wird mit grossformatigen Fenstern gearbeitet. Diese werden gegen den Urselweg um den Baukörper weitergeführt als Belichtung der Tramhalle. Nach oben werden die Öffnungen kleiner und bilden so einen kontinuierlichen Übergang des Sockels in den oberen Wohnteil. Die Fenster werden mit einem Brüstungs- und Seitenteil optisch ausgeweitet, ohne dabei die Fensterfläche unnötig zu vergrössern. Dadurch wird die Länge des Gebäudekörpers segmentiert und ein reichhaltiges Spiel, wie aufsteigende Blasen in Wasser, erzeugt. Die zur Terrasse auf der Tramhalle ausgerichtete „innere" Südfassade lässt tief in die Struktur des Gebäudes blicken. Die zweigeschossigen Wohn- und Aussenräume strukturieren die horizontalen Laubengänge. Diese kommunikative Zone tritt als vertikaler Garten an der Fassade in Erscheinung. Die Wohnungen sind in der Tiefe des Baukörpers geschichtet aufgebaut, die Schichten führen vom öffentlichen zum individuellen Bereich.
Kernstück der Überbauung ist die kommunikative Erschliessungszone, die zusammen mit dem Dachgarten auf der Tramhalle dem gemeinschaftlichen Leben auf dem Kalkbreiteareal eine Plattform bietet.