Neunutzung Viaduktbögen SBB, Zürich

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Neunutzung Viaduktbögen SBB, Zürich


Standort:  Industriequartier, Kreis 5, Zürich
Bauaufgabe:  Neunutzung der Viaduktbögen und Gestaltung öffentlicher Raum
Projektstand:  Studienauftrag 2004
Raumprogramm:   Diverse, flexible Nutzungen: Lager, Ateliers, Büro, Restaurant, Gewerbe etc.
Bauherrschaft:  SBB, Amt für Städtebau der Stadt Zürich
Bauingenieur:  Walt & Galmarini AG, Zürich
HLKS:  BSP - Energie, Zürich
Bauphysik:   Bernhard Braune, Dipl. Phys. ETH, Binz
Landschaftsarchitektur:  Hager Landschaftsarchitektur AG, Zürich
Lichtgestaltung:  mosersidler, AG für Lichtplanung, Zürich
Gastroplanung:  Jürg Landert, Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Claudia Ledermann, Christof Messner

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Neunutzung Viaduktbögen SBB, Zürich


Mit der Sanierung des Eisenbahnviaduktes müssen die bestehenden Einbauten weichen. In einem Architekturwettbewerb wurde nach einer Grundstruktur für unterschiedlichste Nutzungen gesucht. Unser Vorschlag bezieht sich stark auf die städtebauliche Wirkung und Verknüpfung des gesamten Viaduktes.
Ein rautenförmiges Fachwerk, das in die Bruchsteimauerwerksbögen geschoben wird, wird zur Füllung des Bahnviaduktes. Die Konstruktion lässt Verwandschaften zu den Stahlfachwerken der historischen Bahnviadukte erahnen. Die ornamentale Struktur mit starkem Wiedererkennungseffekt, ist eine ideale Grundstuktur für noch nicht bestimmte Nutzungen. Ein nobles Restaurant mit einer verglasten Front, die nachts farbige Leuchten, ebenso gut wie das anonyme Lager des Baumeisters von nebenan. Lager oder Ateliers erhalten je eine Galerie mit einem offenen Rückzugsbereich und räumlichen Bezügen ins Erdgeschoss, sowie auf die Viaduktplatform. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Nutzungen sowohl von unten wie von oben zu erschliessen. Der prägnante Ausdruck mit dem vielfältigen Schattenspiel, das auf die zurückliegende Fassadenhaut projiziert wird, kann beinahe beliebig gefüllt werden. Voraussetzung dafür ist ein Anschlagen der Fassade hinter dem Rautengitter. Im Falle dass ein unbeheiztes Lager unter den Bögen domiziliert ist, wird das Gitter mit einem Streckmetall geschlossen. Beheizte Lager mit wenig Bedarf an Tageslicht erhalten eine geschlossene Fassade aus wärmegedämmten Metallkassetten und vereinzelten Fenstern. Für Ateliers steigt der Glasanteil entsprechend.
Der Wipkingerviadukt wird in seinem Charakter als Stadtraum auf drei Ebenen gestärkt. Der Fussgängerweg auf dem Lettenviadukt wird mit quartierspezifischen Nutzungen, die direkt vom Fussgängerweg erschlossen sind, ins Quartierleben eingebunden.