Neugestaltung Tramwartehalle Paradeplatz, Zürich

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Neugestaltung Tramwartehalle Paradeplatz, Zürich


Standort:  Paradeplatz / Bahnhofstrasse, Zürich
Bauaufgabe:  Neugestaltung der Tramwartehalle
Projektstand:  Wettbewerb 2000, 2. Rang, Ausführung 2001-03
Raumprogramm:  Tramwartehalle mit Kiosk, Ticketverkauf VBZ, Toilettenanlage
Bauherrschaft:  Amt für Städtebau Stadt Zürich, Amt für Hochbauten Stadt Zürich
Bauningenieur:  Urech+Guggisberg und Partner, Zürich
HLKSE:  Ernst Basler+Partner, Zürich
Bauphysik/Akustik:  Bernard Braune Dipl. Phys. ETH, Binz
Lichtgestaltung:  D. Tschudi, Amstein & Walthert, Zürich
Fotografie:  Beat Bühler, Zürich
Baukosten:  3.0 Mio Fr.

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Beat Loosli, Christoph Messner, Sandra Sands, Lea Zimmermann


Auszeichnungen:

  • Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich 2002-2005 (Erwähnung)

Publikationen:

  • De aedibus, huggenbergerfries: Monografie über Arbeiten von 1998-2015, Quart Verlag, Luzern
  • Tramwartehallen am Bahnhof-, Parade- und Bürkliplatz, Zürich. In: Archithese 06/01, Dezember 2001, Zürich
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Neugestaltung Tramwartehalle Paradeplatz, Zürich


Die Tramwartehalle am Paradeplatz ordnet sich in die Reihe der unverwechselbaren Infrastrukturbauten im Zentrum Zürichs aus den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts ein. Diese sind sowohl Zeugen ihrer Zeit wie auch Markenzeichen des öffentlichen Verkehrs in Zürich.
Das bestehende Gebäude wird im Sinne einer Variation über dem Thema der 1928 von Hermann Herter erbauten Wartehalle zu einem neuen Ganzen transformiert. Restaurierung, Renovation, Klonen und Neuentwerfen werden als gleichwertige Strategien angewandt: Restauration - auf der Seite Talacker wird der intakte Glaszylinder restauriert. Renovation - das Dach und die Untersicht wird mit leichten Veränderungen renoviert. Klonen - die Rundbänke werden in ihrem Wesen von der bestehenden Bank kopiert und der Form des Gebäudes angepasst. Neuentwerfen - der Durchgang zwischen den Zylindern wird zugunsten einer Konzentration auf die Platzmitte geschlossen. Ebenso wird der zu hohe Dachaufbau flacher und länger ausgebildet. Mit dieser Strategie entsteht ein neues Ganzes, welches zwischen Erhalt und Innovation vermittelt.
Neu werden neben der Toilettenanlage im Untergeschoss eine begehbare Ticketverkaufsstelle und ein vergrösserter Kiosk mit Ausgaben auf beide Seiten im Haus untergebracht. Alle Infrastrukturelemente werden im Gebäude auf kleinstem Raum konzentriert. So wird der Paradeplatz von sekundärer Stadtmöblierung entlastet. Der Platz wird über die Untersicht des Daches mit einem Leuchtband aus LED beleuchtet. Dieses zeichnet die Stromlinienform des Gebäudes nach und prägt so den Charakter des Ortes.
Die Neugestaltung der Tramwartehalle entwickelt sich komplett aus dem Bestand. Die Eingriffe sind beinahe unsichtbar und doch entwickelt sich das Gebäude aus den heutigen Anforderungen und dem aktuellsten Stand der Technik.