Dachausbau Bertastrasse, Zürich

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Dachausbau Bertastrasse, Zürich


Standort:  Bertastrasse 4, Zürich
Bauaufgabe:  Renovation 4.5 Zimmer-Wohnung, neuer Einbau Küche, Bad, Dusche
Projektstand:  Wettbewerb 2007, 1. Preis, Ausführung 2006-07
Raumprogramm:  4.5 Zimmer-Wohnung
Bauherrschaft:  Stiftung PWG, Zürich
Bauingenieur:  Aerni+Aerni Ingenieure AG, Zürich
Fotografie:  Beat Bühler, Zürich
Baukosten:  0.55 Mio Fr.

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Pierre Schild, Peter Reichenbach, Claudia Ledermann

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Dachausbau Bertastrasse, Zürich


Die Liegenschaft Bertastrasse 4, hat eine gute bauliche Grundsubstanz obwohl sämtliche technischen Einrichtungen die Lebensdauer erreicht haben. Pro Geschoss sind zwei sehr kleine Wohnungen organisiert, welche durch eine dazwischen liegende Treppe erschlossen sind. Diese Treppe erschliesst zusätzlich die Estrichräume. Die Dachterrasse ist von allen Wohnungen aus zugänglich. Das Dach mit den Lukarnen erfüllt die wärmetechnischen Normen nicht. Ebenso ist das Dach mit einem mangelhaften Unterdach ausgebildet und hat keine Hinterlüftung.
Der Eingriff soll im Sinne der bestehenden Struktur organisiert werden. Die Struktur des Hauses soll auch im Dachgeschoss ablesbar sein. Die vorgeschlagene Wohnung folgt der Struktur und zeigt auf, wie die unteren Wohnungen allenfalls zusammengelegt werden können. Die Wohnung hat drei grosse Zimmer. Zusätzlich entsteht ein zentraler Wohn- und Essraum. Eine Wohnküche sowie zwei Nassräume ergänzen das Raumprogramm. Die bestehenden Fenster sind nach heutigen Normen zu klein, können aber nicht vergrössert werden. Um die knappe Lichtsituation zu verbessern wird in den zwei Hallen je ein Oblicht angeordnet. An der bestehenden Treppe, welche die Estriche sämtlicher Wohnungen erschliesst, wird festgehalten. Das gesamte Dach und der Kehlboden muss neu gedämmt und eingedeckt werden. Der Estrich bleibt unbeheizt. Auf der Seite Bertastrasse sind die Lukarnen schön im Raster der Fassade gesetzt. Aufgrund der Zonenwidrigkeit (mehr als ein drittel Länge) der Lukarnen wurden diese saniert. Auf der Hofseite kann mit der Anordnung der heutigen Lukarnen keine befriedigende Lichtsituation geschaffen werden. Diese wurden teilweise neu gestaltet.
Mit einem möglichst kleinen Eingriff wird eine neue grosse Wohnung im Dachgeschoss geschaffen, welche über die farbig ausgestrichenen Oblichter einen starken Charakter erhalten.