Blumenboutique Quellenstrasse, Zürich

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Blumenboutique Quellenstrasse, Zürich


Standort:  Quellenstrasse 6, 8005 Zürich
Bauaufgabe:  Umbau eines Ladenlokales
Projektstand:  Ausführung 2000-01
Raumprogramm:  Ladenlokal für eine Blumenboutique / 10 Wohnungen
Bauherrschaft:  Stiftung PWG, Zürich
Bauingenieur:  Norbert Jeske Ingenieurbüro, Schaffhausen
Fotografie:  Beat Bühler, Zürich
Baukosten:  0.3 Mio Fr.

Mitarbeit: Adrian BergerLukas Huggenberger, Lea Moser, Bettina Scheid

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Blumenboutique Quellenstrasse, Zürich


Der Umbau eines Ladenlokales im Erdgeschoss eines gründerzeitlichen Blockrandgebäudes befindet sich in einem wenig belebten Abschnitt der Quellenstrasse im Zürcher Kreis 5. Ziel des Umbaus war es, ein Ladenlokal mit neutraler Nutzung zu schaffen, welcher dem Charakter des aufstrebenden Quartiers gerecht wird und dem Gebäude eine klare Identität gibt.
Der Laden öffnet sich einem barocken Bühnenbild gleich auf die Quellenstrasse. Der Innenraum tritt mit dem Stadtraum in Kontakt und belebt den bis anhin nicht sehr attraktiven Strassenabschnitt. Die Struktur des Ladens überformt den Hallengrundriss der ehemaligen Wohnung. Der bestehende Boden auf Hochparterre-Niveau ist in zwei Stufen zur Strasse hin abgesenkt. So entstehen drei Raumzonen, welche den Laden strukturieren. Die erste Zone mit dem grossen Schaufenster bildet den Ausstellungsbereich. Der Beratungsbereich ist durch eine Stufe vom Ausstellungsbereich getrennt. In der hinteren Raumzone befindet sich ein Arbeitsbereich. Die szenische Qualität, die sich durch diese Raumanordnung ergibt, wird mit den schiefen Fensterleibungen zu einem perspektivischen Vexierbild gesteigert. Die grafische Erscheinung der verputzten Leuchtwände unterstützt diese Verdichtung der Realität, indem sie Lichtstimmungen erzeugt, die nicht mit der Tageszeit korrelieren. Die Form einer Schaukastenbühne wird durch eine raumhaltige Wand erzeugt, welche die nötigen Funktionen des Ladens wie Toilette, Teeküche, Garderoben und Wandschränke aufnimmt. Auf diese Weise ist der Laden eine nutzungsneutrale Raumhülle, die von verschiedenen Mietern bespielt werden kann. Die aus einem Stück Sandstein gehauenen Sitzbänke vor den Schaufenstern sind Anlass, um auch den Vorplatz des Gebäudes zu bespielen.
Mit dem teleskopartigen Öffnen nach aussen kann mit dem Innenausbau ein städtebaulicher Akzent gesetzt werden.