Umbau Flarzhaus Pfäffikon ZH

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Umbau Flarzhaus, Pfäffikon ZH


Standort:  Pfäffikon, ZH
Bauaufgabe:  Umbau Flarzhaus zu einer Alterswohngemeinschaft
Projektstand:  Ausführung 2010-11
Raumprogramm:  Wohnen, Essen, Kochen, Schlafzimmer, Sanitärräume, Nebenräume
Bauherrschaft:   privat
Bauingenieur:   Emch + Berger Gisler AG, Pfäffikon ZH
Elektro:  Krebs AG, Pfäffikon
Bauphysik:  MD Plan, Pfäffikon
Fotografie:   Beat Bühler, Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Sandra Dietiker (Projektleitung), Pierre Schild, Ursina Caprez, Beata Kunert

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Umbau Flarzhaus, Pfäffikon ZH


Der Umbau eines Flarzhauses in Pfäffikon zu einer Alter-Wohngemeinschaft beschäftigt sich mit einer wesentlichen Frage der demografischen Entwicklung. Die zentrale Lage des Gebäudes in Bahnhofsnähe und die Struktur des Flarzhauses gaben den Anlass zu diesem spezifischen Programm für 3 befreundete Paare, welche sich entschlossen haben, in ihrer Empty-Nest-Phase eine neue redimensionierte Wohnsituation zu schaffen.
Das geschützte Volumen in der Kernzone wird im konzeptionellen Sinne der Flarzhäuser weiter verdichtet. Diese traditionelle Bauweise im Zürcher Oberland entstand durch die nachträgliche Ergänzung und Verdichtung von bestehenden Bauhernhäusern aufgrund des paritätischen Erbrechts. Diese Strategie wurde nun angewendet, um das Programm umzusetzen. Die Wohneinheiten gruppieren sich um die zentrale Halle, welche Treffpunkt, kommunikative Zone und gemeinsamer Eingang in einem ist. Die durchgesteckte Halle ist an der Stelle, wo früher die Tenn-Durchfahrt war. Damit entsteht eine räumliche Transparenz von der Strasse zum Garten. Die beiden Flarzteile Im Stock 6 und Im Stock 8 sind durch eine Laube verbunden. Damit wird erreicht, dass alle Wohnungen in der Gemeinschaft Zugang zum Lift haben und so behindertengängig erschlossen sind. Die einzelnen Wohneinheiten sollen mit einer eigenen Küche, eigenem Wohnzimmer und eigenem Bad als autonome „Häuser" funktionieren. Dies entspricht zum Einen der gewachsenen Struktur des Flarzhauses, zum Anderen ist so eine maximale Flexibilität in der Benutzung möglich.
Die Fassade des Ersatzneubaus nimmt die Struktur des Bestandes auf und setzt diese in einer zeitgemässen Form um. Der obere Bereich wird umlaufend mit einer mäandrierenden Holzstruktur verkleidet. Diese ist so ausgebildet, dass sie tangential betrachtet geschlossen in Erscheinung tritt. In der senkrechten Betrachtung ist sie transparent. So können die neuen grösseren Fenster im Obergeschoss integriert werden, ohne dass das Gebäude seinen Charakter verliert.