Umbau Einfamilienhaus B, Kloten

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Umbau Einfamilienhaus B, Kloten


Standort:  Kloten
Bauaufgabe:  Umbau Wohnhaus
Projektstand:  Ausführung 2006, Aufstockung 2012
Raumprogramm:  Wohnraum mit Küche, Eingang, Bad, Schlafzimmer, Konzept für spätere Erweiterung
Bauherrschaft:  privat
Bauingenieur:  Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich
Fotografie:  Beat Bühler, Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Nicolàs Pirovino, Peter Reichenbach, Manuel Anrig, Lena Bertozzi, Mario Sommer, Claudia Ledermann, Bettina Scheid

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weidschnitt A A
weidschnitt C C
weidansicht ost
weidansicht west

Umbau Einfamilienhaus B, Kloten


Das bestehende Haus besticht durch seine architektonische Qualität und durch die sensible Materialisierung. Es wurde 1967 von Architekt P. Dorer erbaut. Prägendes Element ist das Betondach, das in einer mäandrierenden Bewegung das Gebäude strukturiert und die Gebäudeteile zueinander differenziert. Räumlich und auch von der Materialisierung her klingen  Themen des Prairie-Stils von Frank Lloyd Wright an. Die horizontale Strukturierung der Ausblicke durch das abgehobene Dach, die in den Aussenraum weiterlaufenden Wandscheiben und die sensible Kombination von modernen und rustikalen Materialien, lassen an Beispiele aus der nordamerikanischen Villenarchitektur der ‚case study houses‘ denken.
Wichtigstes Merkmal der Gebäudestruktur ist die Aufteilung in den überhohen Wohnteil und den niedrigeren Schlafteil. Der höhere Wohnteil ist mit einer Betonhohldecke überspannt, welche von den betonierten Wandscheiben beim Entrée, beim Abgang ins UG, der betonierten Stütze beim Cheminée und den Stützen an der Nord- und Westfassade getragen wird. Das Dach des Schlafteils wird von den Wandscheiben der Fassade getragen. Aufgrund der knappen Platzverhältnisse in Eingang, Wohnen und Küche entspricht das Haus nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Auf einer Studie für eine spätere Erweiterung aufbauend, wird der gesamte Wohnbereich umgestaltet. Der Eingang wird verlegt und kann daher grösser ausgebildet werden. Dadurch entsteht genug Platz für eine grosse offene Küche. Die Oberflächen im gesamten Wohnraum werden erneuert und ein neuer Kamin eingebaut. Ebenso werden die Sanitärräume aufgewertet.
Durch den Umbau kann die ambitionierte Villenarchitektur aus den 1960er Jahren gestärkt werden. Gleichzeitig wird die Grundlage geschaffen für eine Aufstockung auf dem Schlafteil.