Renovation denkmalgeschütztes Wohnhaus Hofstrasse, Zürich

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Renovation denkmalgeschütztes Wohnhaus Hofstrasse, Zürich


Standort:  Hofstrasse 31, Zürich-Hottingen
Bauaufgabe:  Renovation denkmalgeschützes Wohnhaus
Projektstand:  Ausführung 2002-03
Raumprogramm:  5.5 und 3 Zimmer-Wohnung
Bauherrschaft:  privat
Bauingenieur:  Norbert Ruoss, Zürich
Baumaterialberatung:  Marianne Huber, Steckborn
Fotografie:  Andrea Helbling, Zürich, Martin Guggisberg, Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger

Publikationen:
* Quartiergeschichten, Das Handwerkerhaus: In: Wohnort Zürich, Interieurs & Stadtleben 2014
* Dorfleben in der Grossstadt, In: Schöner Wohnen, 07/2009
* Urbanes Dorfleben. In: Umbauen + Renovieren, September/Oktober 2008
* Das Kleinhandwerkerhaus von 1680 an der Hofstrasse 31: In: Stadt Zürich Archäologie und Denkmalpflege Bericht 1999-2002

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Renovation denkmalgeschütztes Wohnhaus Hofstrasse, Zürich


Das zweigeschossige Wohnhaus Hofstrasse 31 liegt im unteren Teil der Hofstrasse im Zürcher Quartier Hottingen. Es gehört zur Häuserzeile, die im 17. und 18. Jahrhundert das eigentliche Handwerkerviertel von Hottingen bildete. Das Haus ist im Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung der Stadt Zürich enthalten. Der Kernbau, welcher infolge eines Brandes von 1680 neu errichtet wurde, ist ein einfaches zweistöckiges Fachwerkhaus. Sowohl die Grösse wie auch die Konstruktion und der Ausbau sind äusserst bescheiden, was auf die ärmlichen Verhältnisse der ursprünglichen Besitzer hinweist.
Der Innenumbau verfolgt das Konzept der Integration des Vorgefundenen. Neu und alt verschmelzen und Übergänge verwischen sich. Vorgefunden wurde keine wertvolle Bausubstanz im architektonischen Sinne, die klare Forderungen stellte. So wurde Rekonstruktion eingesetzt, wo der Raum es für sich oder seine Funktion verlangt. Neue Elemente wurden dort hinzugefügt, wo eine veränderte Raumwirkung erwünscht war.
In dieser alten Grundsubstanz waren strukturelle Eingriffe möglich, die das Haus verändern und zeitgemässes Wohnen ermöglichen, dabei wurde Charakter und Charme des Bestands erhalten. So ergaben sich unterschiedliche Eingriffstiefen, die sich in den Geschossen abzeichnen. Im Erdgeschoss mit der geringen Raumhöhe wurde das Bodenniveau abgesenkt, was zur Folge hatte, dass die Fenster proportional vergrössert wurden, um wieder eine angenehme Brüstungshöhe zu erhalten. Weil keine strenge Fassadenordnung erkannbar war, sind die veränderten Öffnungen unsichtbar eingegliedert in die vorhandene Fassadengestaltung. Im 1. Obergeschoss konnte das Vorgefundene bis auf die Sanitärräume erhalten werden. Das Dachgeschoss wurde zu einer Wohnung ausgebaut. Dank den neuen Lukarnen und der Überhöhung des Wohnraumes bis unter den First werden vielschichtige Raumbeziehungen geschaffen.