Sanierung Albisriederhaus und Umnutzung zu Sozialzentrum, Zürich

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Sanierung Albisriederhaus und Umnutzung zu Sozialzentrum, Zürich


Standort: Albisriederstrasse, Zürich
Bauaufgabe: Sanierung denkmalgeschütztes Gebäude und Umbau zu Sozialzentrum
Projektstand: Wettbewerb 2002, 1. Preis, Ausführung 2002-05
Raumprogramm: Sozialzentrum, Restaurant und Apotheke
Bauherrschaft: Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
Bauleitung: Perolini Baumanagement AG, Zürich
Bauingenieur: Walt & Galmarini AG, Zürich
HLKS: Grünberg+Partner AG, Zürich
Elektro: Schneider Ingeneering AG, Volketswil
Bauphysik / Akustik: Bernard Braune Dipl. Phys. ETH, Binz
Landschaftsarchitektur: Hager Partner AG, Zürich
Fotografie: Beat Bühler, Zürich
Baukosten: 13.2 Mio Fr.

Mitarbeit: Adrian BergerLukas HuggenbergerCarlo Zürcher, Nicolàs Pirovino, Christoph Messner (Projektleitung), Nadine Koller, Claudia Ledermann


Auszeichnungen:
*   Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich 2002-2005 (Erwähnung)


Publikationen:
*   Ein neues Ganzes. In: Tec21 Nr. 47 2005, Zürich
*   Conversion of Albisriederhaus, Zurich. In: A10 Magazine 06/2005, Amsterdam

 

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Sanierung Albisriederhaus und Umnutzung zu Sozialzentrum, Zürich


Mit dem Umbau des ehemaligen Quartierhauses von Albisrieden zu einem Sozialzentrum muss der bestehende Saal im Obergeschoss zwei neuen Bürogeschossen weichen. Um die ursprüngliche Nutzung des Hauses weiter ablesbar zu machen wird die Fassade zur Westseite hin freigespielt. Über eine zweigeschossige Halle gelangt der Klient in den Besprechungsraum. Der Sozialberater erreicht diesen von der anderen Seite aus dem Teambüro. So kann sowohl die Sicherheit wie auch die Anforderung an Diskretion und Datenschutz strukturell gelöst werden.
Die charakteristischen, eingespannten Betonbügel des Architekten Egender und des Ingenieurs Maillart werden mit der Erschliessungshalle zum zentralen Raumelement. Die Fassaden werden mit möglichst kleinen Eingriffen auf der Aussenseite saniert. So bleibt die charakteristische Struktur bestehen. Der neue Zwischenboden, der in den bestehenden Saal eingebaut wird, ist als Leichtkonstruktion ausgeführt, um die bestehende filigrane Betontragkonstruktion möglichst wenig zu belasten. Die Zwischendecke dient der gesamten Medienerschliessung. Beide Geschosse werden durch die Hohlräume der Stahlträger mit der hygienisch notwendigen Luftmenge via Boden- und Deckenauslässe versorgt. Der Eingangsbereich beinhaltet einen Selbstbedienungs- und Informationsbereich mit dem Intake-Schalter. Das neue Treppenhaus ermöglicht kurze Wege und eine flexible Bespielbarkeit. Die grossen Besprechungsräume werden in der bestehenden Struktur des Erdgeschosses angeordnet, diese kann somit grösstenteils belassen werden. Die Säulenhalle dient als Empfangs- und Aufenthaltstraum.
Einer Bühne gleich öffnet sich das Gebäude zum Park auf der Westseite. Zusammen mit dem Restaurant und dem vorgelagerten Biergarten entsteht ein Ort mit starker Präsenz, der die alte Bestimmung des Hauses als Quartierzentrum von Albisrieden weiter trägt.