Zentrum für Alterspsychiatrie St. Pirminsberg, Pfäfers

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Zentrum für Alterspsychiatrie St. Pirminsberg, Pfäfers


Standort: Klinik St. Pirminsberg, Pfäfers
Bauaufgabe: Neubau Zentrum für Alterspsychiatrie
Projektstand: Wettbewerb 2004, 1. Preis, Ausführung 2004-10
Raumprogramm: 4 Stationen à 10 Doppelzimmer, Veranstaltungssaal, Therapieräume, Büros
Bauherrschaft: Baudepartement des Kantons St. Gallen, Hochbauamt

Bauleitung: Walter Dietsche Baumanagement AG, Chur
Bauingenieur: Wepf Ingenieure, St. Gallen
HLKK: A-Z Planung AG, Diepoldsau
Sanitär: Kempter + Partner AG, St. Gallen
Elektro: Marquart AG, Buschs SG
Bauphysik: Stadlin Bautechnologie, Buchs SG
MSRL: Boxler MSRL, Jona SG
Landschaftsarchitektur Wettbewerb/Projekt: koepflipartner Landschaftsarchitekten BSLA, Luzern
Landschaftsarchitektur Ausführung: Pauli Landschaftsarchitekten BSLA, St. Gallen
Kunst: Jan Käser, St. Gallen
Fotografie: Kim Zwarts, Maastricht NL und Beat Bühler, Zürich
Baukosten: 35.0 Mio Fr.
Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas HuggenbergerCarlo Zürcher (Projektleitung), Daniela Ziltener, Pierre Schild, Peter Reichenbach, Beata Kunert, Stephan Isler, Agnes Lörincz, Sabine Albrecht, Bettina Scheid

Auszeichnungen:
*   Roter Nagel, 2013
*   Brick Award 2012 (Nomination)
*   Fritz-Höger-Preis 2011 für Backstein-Architektur (Nomination)

Publikationen:
* Bauen im Rheintal, Edition Hochparterre, 2017
* Zentrum für Alterspsychiatrie in Pfäfers, In: best of Detail 2016
* De aedibus, huggenbergerfries: Monografie über Arbeiten von 1998-2015, Quart Verlag, Luzern
* Wettbewerbspläne, In: Grundrissfibel Alterszentren 2014
Industrial e Artesanal, In: summa+ 137/2014 
* Eingeflochten: In: Roter Nagel, Südkultur markiert, 2013
* Clínker vernáculo, In: Arquitectura Viva, 10/2013
* Rückzug ins Innere, In: NZZ am Sonntag, Immobilien, 10. März 2013
* Zentrum für Alterspsychiatrie St. Piriminsberg, Pfäfers,  In: Evidenzbasiertes Planungshandbuch Psychiatrie, Band 1
* Vorfertigung, In: Detail 06/2012
* Award-winning International Brick Architecture, In: brick '12, 05/2012
* Geschlossene Offenheit, In: deutsche Bauzeitung, 02/2012
* Geht der Backstein in die Luft?, In: tec21, 3&4/2012
* Zentrum für Alterspsychiatrie St. Pirminsberg, Pfäfers, In: Innovative Fassadentechnik, September 2011
* Flechtwerk in Backstein, In: swiss-archtects.com, Bau der Woche, 02/2012
* Serie nach Mass, In: Werk, Bauen + Wohnen, 01/2011
* Ruhe und Einkehr, In: architektur + technik, 10/2010
* Die Backsteinschindeln, In: hochparterre.wettbewerbe, 04/2010
* Klinik St. Pirminsberg Pfäfers, Zentrum für Alterspsychiatrie, Buchpublikation Baudepartement des Kantons St. Gallen, Hochbaudepartement, 2010

 

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Zentrum für Alterspsychiatrie St. Pirminsberg, Pfäfers


Das ehemalige Benediktinerkloster thront prägnant über der Rheinebene und formuliert den Eintritt ins Dorf Pfäfers. Die mächtige Anlage kontrastiert die kleinteilige Dorfstruktur. Mit dem neuen Gebäude für die Alterspsychiatrie wird diese Disposition gestärkt. Die campusähnliche Anlage, die in verschiedenen Etappen im 20. Jahrhundert erweitert wurde, wird vervollständigt. Die ehemalige Klosteranlage bleibt das Zentrum.
Das Gebäude tritt mit den drei Armen in einen Dialog mit der kleinteiligen Dorfstruktur. Durch die Vor- und Rücksprünge wird die Grösse des Hauses gebrochen. Das Gebäude öffnet sich gegen Aussen mit den Gebäudearmen zur Landschaft hin und bildet mit den bestehenden Stützmauern die gefassten Aussenbereiche. Die Stationen organisieren sich um drei Innenhöfe. Die unterschiedlich gestalteten Höfe bilden zusammen mit den Eingriffen des Künstlers unverwechselbare Orte, welche die Orientierung im Gebäude für Patienten, Personal, sowie Gäste wesentlich vereinfachen. Die Fassade ist horizontal gegliedert und zeichnet dadurch die Form des Gebäudes nach. Zwischen den umlaufenden Bändern spannen sich die Fenster und die Fassadenteile aus einem hellen Klinker. Der speziell entwickelte trapezförmige Klinkerstein ist so vermauert, dass die Wirkung eines Flechtwerkes entsteht. Durch die Schattenwirkung und Geometrie der Steine verändert sich das Bild der Fassade mit der Position des Betrachters. Die Fassadenteile vor den Lüftungsflügeln und den Loggien sind gelocht. Durch das gewobene Muster werden sie in die Fassade eingebunden. Konstruktiv ist die Klinkerfassade aus Elementen im Werk vorfabriziert und bauseits vorgehängt.
Sowohl die Grundrisse wie auch die Fassade entwickeln sich aus den sehr spezifischen funktionalen Bedürfnissen der Klinik und verleihen dem Gebäude einen eigenen Charakter. Die Materialisierung trägt mit naturbelassenen Oberflächen zum therapeutischen Konzept bei.