Umbau Wohnhochhaus Bachstrasse Kreuzlingen

bach 15

Umbau Wohnhochhaus Bachstrasse, Kreuzlingen


Standort:  Bachstrasse, Kreuzlingen
Bauaufgabe:  Umbau Wohnhochhaus
Projektstand:  Studienauftrag 2012, 1. Preis, Ausführung 2015-2017
Raumprogramm:  52 Wohnungen, Sanierung Verkauf- und Dienstleistungbereich im Erdgeschoss
Bauherrschaft:  Helvetia Versicherungen AG, Immobilien Portfolio Management
Totalunternehmer: HRS Renovation AG, St. Gallen
Bauingenieur:  Synaxis AG, Zürich, Elektroplaner: R+B engineering AG, Brugg, Haustechnik: Huustechnik Rechberger AG, Zürich, Bauphysik und Akustik: Gartenmann Engineering AG, Zürich, Brandschutz: Balzer Ingenieure AG, Winterthur,  Kostenplaner:TGS Bauökonomen AG, Luzern
Baukosten:  15 Mio. Fr.
Fotografie: Beat Bühler, Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Christian Neuhaus (Projektleitung), Marc LandoltPierre SchildMarin Wiskemann, Can Asiroglu, Mathias Butti, Brigitte Clements, Kevin Demierre, Katharina Ebersbach, Nina Guerini, Jessica Keuerleber, Caroline Oehler

Vermietung: www.bachspitz-helvetia.ch

Publikationen:
* Konstanz Kreuzlingen Architektur seit 1918, Edition Quadrat, 2017

bachschwarzplan
bach 16
bach 17
bach 18
bach 19
bach 20
bach 21
bach 22
bacherdgeschoss
bachobergeschoss1A
bachregelgeschossA
bachattikageschossB
bachostfassadeA
bachsuedfassadeA

Umbau Wohnhochhaus Bachstrasse, Kreuzlingen

 

Das hohe Haus an der Bachstrasse bildet beim Sonnenplatz ein Subzentrum im polyzentrischen Kreuzlingen. Das Erdgeschoss mit öffentlichen Nutzungen wird von einem Platzraum umspült, welcher zusammen mit dem Pocket Park am Sonnenplatz dem Quartier als Freiraum zur Verfügung steht. Baumgruppen segmentieren das Gebäude in seiner Ansicht und akzentuieren die Zugangsbereiche. Das Plateau über dem Ladengeschoss wird ausschliesslich den Bewohnern des Hauses geöffnet. Auf der grösseren Fläche auf der Südseite ist ein Kinderspielplatz und die Bereiche vor den Wohnungen werden als private Gärten der untersten Wohnungen genutzt. Diese sind direkt über eine Treppe von den jeweiligen Wohnungen erschlossen.
Die Qualitäten des bestehenden Gebäudes werden mit präzisen Eingriffen gestärkt. Die Wohnungstypologien werden grundsätzlich neu. Die grösseren Wohnungen zu den Stirnseiten werden dreiseitig ausgerichtet. Querbeziehungen durch die Wohnungen schaffen gut belichtete Räume und vielfältige Ausblicke. So kann das Potential des hohen Hauses und der Aussichtssituation voll ausgeschöpft werden. Die zu einander versetzten Balkone kragen als Dreiecke aus der Fassade und bieten Aussicht auf den See und den Waldrücken. Die Fassade wird von horizontalen Bändern strukturiert, welche das Volumen gliedern und lesbar machen. Die klare Struktur an den Stirnfassaden entwickelt sich an den Hauptfassaden mit den Balkonen zu einem vielfältigen volumetrischen Spiel. Die Brüstungsbänder in hellen Betonelementen nehmen mit ihrer Oberfläche das volumetrische Spiel auf. Ein fein ziseliertes Licht- und Schattenrelief prägt das Bild. So reflektieren die Bänder in zeitgemässer Weise das Betonrelief der Künstler Eberle und Fischer von Gottlieben im Vordachbereich im Erdgeschoss. In den Fensterpartien wechseln sich Verglasung und Verkleidung in profiliertem Metallblech ab. Die verkleideten Partien wechseln, wie die Balkone und Betonbänder, geschossweise die Richtung und zeichnen sich so durch ein reiches Spiel mit Licht und Schatten aus.
Dank diesen Bändern wird das Haus zu einem Seismograph der Lichtsituationen und lässt das Haus mit wechselndem Wetter anders aussehen. Dies stärkt die Qualität des hohen Hauses und dient insbesondere der Fernwirkung und der Identifikation im anonymen Kontext der Siedlungsstruktur von Kreuzlingen.