Bertastrasse 72 Zürich

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Umbau Stadthaus Bertastrasse 72, Zürich


Standort: Bertastrasse 72, Zürich
Bauaufgabe: Umbau & Erweiterung denkmalgeschütztes Mehrfamilienhaus
Projektstand: Wettbewerb 2009, 1. Preis, Ausführung 2011-12
Raumprogramm: 10 Wohnungen
Bauherrschaft: privat
Bauingenieur: SYNAXIS AG Zürich
Elektro: Krebs AG, Pfäffikon
Bauphysik / Akustik: Bakus Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich
Fotografie: Beat Bühler, Zürich

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Sandra Dietiker (Bauleitung), Daniela ZiltenerClaudia Wasserfallen, Beata Kunert (Projektarchitektin), Manuel Anrig,Mathias Butti, Nadine Jaberg, Laura Hänni, Nathalie Schümperlin


Auszeichnungen:
* Nachhaltig Sanieren 2012, Auszeichnung
   www.stadt-zuerich.ch/nachhaltigsanieren
* Der beste Umbau 2014, Nomination

Publikationen:
* Zusammengelegt und durchmischt bewohnt, In: Edition Heimatschutz Heft 2 2015
* Der beste Umbau 2014, Umbau eines Stadthauses
* Vorbildlich. In: Umbauen + Renovieren, Mai + Juni 2013
* Faires Eigentum, In: Beilage zu hochparterre Nr.11/2012, Nachhaltig Sanieren
* Mieter mit Mitsprache, In: Casanostra, 12/2012

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Umbau Stadthaus Bertastrasse 72, Zürich



Das Wohnhaus ist Teil eines fragmentierten Blockrandes am Übergang zum Freiraum der Ämtlerwiese und des Friedhofes Sihlfeld. Die schräge Geometrie der Saumstrasse prägt das stattliche Gründerzeithaus. Das besthende Gebäude war auf die Bertastrasse ausgerichtet. Von der grossen Lagequalität mit Sicht in den Grünraum konnte das Gebäude wenig profitieren. Der Eingriff setzt an diesem Punkt an und schliesst die Strassenfassade mit einem schräg verlaufenden Balkon ab und führt zur einfach gestalteten Hoffassade. Der Eingriff vermittelt zwischen Neu und Alt und schliesst das Blockrandfragment räumlich ab. Die Liegenschaft Bertastrasse 72 bestand ursprünglich aus Bertastrasse 70 & 72.
Die neu geschaffene Raumtypologie ist ein Produkt der städtebauliche Ausgangslage. Der bestehende Grundriss reagiert mit seiner Geometrie auf die Ecksituation. Die polygonale Eingangshalle führt die bestehende Struktur und die Erweiterung zu einem neuen Ganzen zusammen.
Die vorgeschlagene Raumstruktur erlaubt eine vielfältige Bespielbarkeit der Wohnungen. Es sind Familienwohnungen mit drei Schlafzimmern und mit dem durchgesteckten grossen Wohn-/Essbereich vorgesehen. Diese Raumkonstellation eignet sich auch gut für Wohngemeinschaften. Das Layout ermöglicht auch auf 93 m2 eine Wohnung mit 4 abgeschlossenen Zimmern und einer Wohnküche. Mit diesem Grundrisslayout kann ein wesentlicher Beitrag Thema Suffizienz geleistet werden. Trotz verhältnismässig knapper Grundfläche, sind die Wohnungen äusserest flexibel und mit bis zu fünfköpfigen Familien ohne Einschränkung bewohnbar.
Das Grundkonzept folgte dem Leitsatz der Erweiterung des Volumens ohne Vernichtung wertvoller Bausubstanz. Es wurde dort erweitert, wo die bestehende Treppe gewesen ist. Sämtliche Steigzonen, der Lifteinbau und die Wohnküche wurden in diesem Bereich eingebaut. Wo Lamperien und Deckenfriese vorhanden waren, wurden die Ausbauelemente erhalten und an gewissen Stellen ergänzt. Neu und Historisch werden zu einer Einheit.