Wohnhochhaus Papieri, Cham

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1. Preis

Wohnhochhaus Papieri-Areal, Cham

Standort: Papieri-Areal, Cham, Baubereich L
Bauaufgabe: Wohnhochhaus, Umnutzung Portierhaus
Projektstand: Studienauftrag 2018, 1.Preis, Planung und Ausführung 2019-2022
Raumprogramm: 46 Wohnungen und Umnutzung Portierhaus, Tiefgarage

Bauherrschaft: Cham Immobilien AG, Cham
Architektur: huggenbergerfries Architekten AG ETH SIA BSA, Zürich
Landschaftsarchitektur: Müller Illien Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich
Kostenplanung: Caretta+Weidmann Baumanagement AG, Zürich
Bauingenieur: Moos Bauingenieure AG, Zug (Studienauftrag: Synaxis AG, Zürich)
HLKS-Ingenieur: Olos AG, Baar
Elektroingenieur: R&B Engineering, Brugg
Bauphysik: Zeugin Bauberatungen AG, Münsingen
Brandschutz: Balzer Bauingenieure AG, Chur


Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Pierre Schild, Andrea Speirer (Projektleitung), Jonas Hasler, Daniela Ziltener, Fabia Cozatti, Lisa Stricker, Nora Heeb

 

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Wohnhochhaus Papieri-Areal, Cham

Das über mehrere Jahrhunderte gewachsene Areal der Papierfabrik entwickelt sich zur Stadterweiterung von Cham mit eigener städtebaulicher Identität und wird zum Bindeglied zwischen der städtischen Kernzone von Cham und dem landschaftlich geprägten Naherholungsgebiet des Teuflibachwaldes. Südlich des denkmalgeschützten Kesselhauses entsteht um den Kesselplatz das neue Zentrum des durch seine Industriegeschichte geprägten Areals.

Das Wohnhochhaus ist Auftakt ins ehemalige Papierfabrikareal. Seine Volumetrie interpretiert den Charakter der Bestandesbauten mit industriell geprägter Urbanität. Das rationale und dennoch differenzierte Abbild der räumlichen Struktur prägt den architektonischen Ausdruck und stärkt somit die Identität des Gesamtareales. Die Kraft und Direktheit der Bestandesbauten wird in der Fassade mit einer präsenten Struktur aufgenommen. Die rückwärtige Fassadenebene und das Innere des Gebäudes werden im Kontrast dazu als veredelte Ausbauten verstanden. Die durchgehende statische Struktur bildet ein flexibles Rückgrat für die unabhängigen inneren Fassaden und die Ausbauten. Die umlaufenden Balkone bieten ein Maximum an Aussicht bei gleichzeitig hohem Mass an Privatheit, Geborgenheit und optimaler Beschattung.

Die Aussicht auf See und Berge wird direkt beim Eintritt in die Wohnungen mit einem räumlichen Bezug über die Diagonale freigespielt. Wohnen und Essen strukturieren sich über eine zentrale und vielfältig ausgestaltbare Küche. In einem Drittel der Wohnungen entwickeln eineinhalbgeschossige Räume eine spezifische Atmosphäre des Wohnraumes, indem einerseits gegen oben ein Baldachin oder gegen unten eine Wohnkuhle ausgebildet wird.

Der vorgefundene Charakter des Ortes vermischt mit einer zeitgemässen flexibel bespielbaren Konstruktion bildet für das neu entwickelte Areal einen kräftigen Auftritt.