Stadthaus Seebähnli

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Umbau Stadthaus Seebähnli, Zürich
Casa mondiale

Standort: Kalkbreitestrasse 33, Zürich
Bauaufgabe: Umbau & Erweiterung denkmalgeschütztes Stadthaus
Projektstand: Planung &  Ausführung 2012-18
Raumprogramm: Restaurant (Seebähnli), Kulturraum (Scaletta), Coworking Space (Sala), Dachterrasse (Terrazza), 8 Wohnungen (Miete) & 2 Bürogeschosse
Bauherrschaft: Stiftung Ponte Projektfonds
Architektur & Bauleitung: huggenbergerfries Architekten AG ETH SIA BSA, Zürich
Bauingenieur: Schnetzer Puskas AG, Zürich
HLKS-Ingenieur: Neukom Engineering AG , Adliswil, Zürich
Elektroingenieur: R&B Engineering, Zürich
Bauphysik & Akustik: Kopitsis Bauphysik AG, Wohlen
Einrichtung Restaurant: nc Design Impuls, Richterswil
Fotos: Arazebra Andrea Helbling, Zürich & hbf, Zürich


Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Fabia Cozatti, Marc Landolt, Michael Pöckl, Claudia WasserfallenMarin Wiskemann, Nina Guerini, Jessica Keuerleber, Noemi Kuonen, Isabelle Maassen, Jonathan Näf (Bauleitung), Caroline Oehler (Projektleitung)

seeb Schwarzplan Kopie
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seeb Situation Kopie
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seeb Dachaufsicht
seeb Ansicht Seebahnstrasse Kopie
seeb Ansicht Hof Kopie
seeb Schnitt A A
seeb Ansicht Kalkbreitestrasse Kopie

Umbau Stadthaus Seebähnli, Zürich
Casa mondiale

Das Haus Seebähnli, 1959 von C. D. Burlet erbaut, bildet an der Ecke Seebahnstrasse und Kalkbreitestrasse einen städtebaulichen und architektonischen Akzent. Das markante Volumen mit den zeittypischen Elementen, wie der emaillierten Glasfassade und dem filigranen Flugdach, markiert die Einfahrt nach Wiedikon.
Mit dem Umbau zur Casa Mondiale wird der Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes dauerhaft gesichert. Die Casa Mondiale vereint verschiedene soziale und soziokulturelle Angebote unter einem Dach. Getragen wird das Gebäude von der Stiftung Ponte Projektfonds, welche ihre Büros vor Ort beziehen. Neben weiteren Büroflächen für soziokulturell ausgerichtete Institutionen, wird in den oberen Geschossen ein Wohnangebot für sozial und finanziell schwache Personen geschaffen. Aufbauend auf der bestehenden Struktur bieten die Kleinwohnungen ein reichhaltiges, urbanes Wohnangebot. Die Fassade mit den markanten Drehflügeln wurde integral erhalten und denkmalpflegerisch erneuert, ebenso die zeittypischen Schwedenküchen. Kernstück der Casa Mondiale ist das Restaurant im Erdgeschoss, welches Kulinarisches mit Kultur verbindet. Auf der Scaletta, der Kleinbühne im Quartier, entsteht eine Plattform für Kleinkunst. Der Raum verbindet Innen und Aussen, Oben und Unten. Die Zuschauertreppe gibt dem Haus seinen programmatischen Charakter. Die offene und flexibel bespielbare Struktur im Erdgeschoss vereint Restaurant und Bar mit der Kleinbühne, sowie Hofraum und Adresse des Gebäudes. Es entsteht ein multikulturelles Haus, welches spezifische soziale Anliegen umsetzt.
Damit wird an einer wichtigen städtebaulichen Ecke sowohl gestalterisch wie auch programmatisch ein Ort geschaffen, welcher ein Pendant zur Überbauung Kalkbreite auf der gegenüberliegenden Seite des Seebahngrabens bildet. Ein kleiner aber präziser Eingriff erhält damit städtebauliche Relevanz.