Stadthaus Zurlindenstrasse, Zürich

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Stadthaus Zurlindenstrasse, Zürich


Standort: Zurlindenstrasse, Zürich
Bauaufgabe: Neubau Mehrfamilienhaus
Projektstand: Ausführung 2004-06
Raumprogramm: 4 Geschosswohnungen + 1 Duplexwohnung
Bauherrschaft: Eigentümergemeinschaft Zurlindenstrasse, Zürich
Bauingenieur: Aerni + Aerni Ingenieure AG, Zürich
HLKS: BSP-Energie, Zürich
Bauphysik: Bernard Braune Dipl. Phys. ETH, Binz
Fotografie: Beat Bühler, Zürich & Daniel Gerber, Zürich
Kosten: 3.5 Mio Fr.

Mitarbeit: Adrian BergerErika FriesLukas Huggenberger, Nicolàs Pirovino (Projektleitung), Peter Reichenbach (Bauleitung), Lena Bertozzi, David Bossert, Bettina Scheid


Auszeichnungen:
*   Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich 2006-2010 (Anerkennung)
*   AIT–Architekturpreis 2008

 

  • Publikationen:
  • Zürcher Wohnungsbau 1995-2015, Quart Verlag, 2017
  • De aedibus, huggenbergerfries: Monografie über Arbeiten von 1998-2015, Quart Verlag, Luzern
  • Wohncouture, Spezialitätenwohnen zwischen Gentrifizierung und Stadtaufwertung, In: Werk, Bauen + Wohnen, 11.2013 (Zurlindenstrasse)
  • Verdichten braucht Qualtität, In: Positionspapier Schweizer Heimatschutz, 01.2012
  • Einpassung und Eigensinn, In: Auszeichnung für gute Bauten der Stadt Zürich 2006-10
  • Dunkle Bauten: die Vielfalt des Anderen, Farbportraits, In: Farbraum Stadt, Box ZRH, Haus der Farbe, Verlag Kontrast AG, 2010
  • Zwischen Solitär und Block, In: Zürich wird gebaut, ein Führer der zeitgenössischen Architektur 1990-2010, Edition Hochparterre bei Scheidegger & Spiess, 2010
  • Diskurs: Im Quadrat. In: db deutsch bauzeitung, 01/2010
  • Gestalt + Körper. In: typologie+, innovativer Wohnungsbau, Birkhäuser Verlag AG, 2009
  • Keramikfassaden - Tradition zeitgemäss interpretiert, In: Keramikweg, 04.2008, SPV Schweizerischer Plattenverband
  • Detailstudie: Geländer und Brüstungen, In: Midcomfort, 04.2008, ETH Zürich/Professur Sik
  • Glatte Haut, reiches Innenleben. In: Archithese, Swiss Performance 07, 01.2007
  • Bytovy dom prieluke. In: projekt: Slovak Architectural Review 01.2007
  • Ein zweiteiliges Ganzes. In: Werk, Bauen + Wohnen 10.2007
  • Lustvolle Detaildichte. In: architektur.aktuell 06.2007
  • Reverenz an den Quartiergeist. In: Wohnrevue 04.2007
  • Wohnen in Zürich, Programme Reflexionen Beispiele
  • Glitzernder Gruss aus Mailand. In: SonntagsZeitung, 9. April 2006, Zürich
  • Die Form unterstreicht die Gemeinsamkeiten. In: NZZ am Sonntag. 3. September 2006
  • Wohnskulptur mit Quartieranschluss. In: NZZ 30. September 2006
  • Der Nabel der Wohnwelt. In SonntagsZeitung. 29. Oktober 2006
  • Stadthaus Zurlindenstrasse in Zürich. In: ark architektur raum konstruktion 03.2006
  • Abitare a Zurigo. In: Archi 5-6/2006, Bellinzona
  • Haute couture et seconde main. In: Faces 63, Carouge CH
  • Massarbeit für die Bauherrengemeinschaft. In: Bauwelt 43.2006
  • Stadthaus Zurlindenstrasse 186, Zürich. In: Wohnen in Zürich. Reflexionen und Beispiele 1998-2005. Zürich: Verlag Niggli
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Stadthaus Zurlindenstrasse, Zürich


Das für Zürich in seiner Grosszügigkeit und Homogenität einmalige Stadtquartier in Zürich Wiedikon entstand in der Gründerzeit, zwischen 1890 und 1900. Mit der Zurlindenstrasse 186 wird die letzte Baulücke im Quartier geschlossen. Das ruhige Quartier um den Idaplatz hat einen einmaligen städtischen Charakter. Der Idaplatz ist einer der wenigen verkehrsbefreiten Quartierplätze in Zürich. Grosszügige Parkanlagen ergänzen die durchgrünten, mit Bäumen gesäumten Strassenzüge.
Das Gebäude setzt sich aus einem bestehenden Hofhaus und einem strassenseitigen Neubau zusammen. Der Neubau prägt das Gesicht gegen die Stadt. Das Volumen schliesst die privaten Aussenräume ein und entwickelt sich skulptural in die Höhe. Von dem breiten, mit Bäumen gesäumten Trottoir an der Zurlindenstrasse gelangt man zum Hauseingang. Die grosszügige Eingangshalle ist von zwei Seiten her belichtet. Die Wohnungen in den unteren 4 Geschossen erstrecken sich über Alt- und Neubau. In den kleinteiligen Strukturen des Altbaus befindet sich der Schlafteil. Im Neubau ist der grosszügige Wohnteil untergebracht. In den oberen beiden Geschossen des Neubaus ist zusätzlich eine Duplexwohnung untergebracht. Jede Wohnung hat durch die Lage im Haus, den Aussenraum und die Wohnungsgrösse einen speziellen Charakter. Diese Struktur ist der adäquate Ausdruck für individuelle städtische Eigentumswohnungen. Die Fassade ist mit profilierten, glasierten Keramikplatten bekleidet. Dadurch gliedert sich der Neubau sehr gut ins Quartier mit den klinkerverkleideten Gründerzeitbauten ein. Das Gebäude tritt aber durch den Glanz der Fassade und die Proportionierung der Fenster als zeitgenössich in Erscheinung.
Das turmartige Volumen verzahnt sich durch den Glanz und die Lichteffekte auf der keramischen Fassade mit dem Himmel. Unterschiedliche Lichtsituationen lassen das Gebäude von tiefschwarz bis silberglänzend in breites Spektrum an Farbigkeit erscheinen.